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1932 in Berlin geboren, hatte Günter Bollhof miterlebt, wie eine scheinbar ewige Ordnung zerfällt. Seinen Vater hatte er nie kennen gelernt.
Später hat er eine Ordnung in seinem Leben wieder gefunden, was er auch selbstbewusst nach Außen hin vertrat. Für ihn galten alte Werte noch. Die Familie war ihm wichtig und seine Arbeit, die er stets korrekt ausführte. Alles musste Qualität haben und solide sein.

Das denkwerk für Günter Bollhof ist aus Ssächsischem Sandstein. Es ist ein handwerklich sehr exakt zu bearbeitender Stein, der nicht polierfähig ist.
Viele Portale und Fassaden an Berliner Häusern wurden aus ihm gefertigt.
Die Grundform ist eine einfache: Zwei Rundgewölbe treffen sich zu einem Vierungsquadrat. Diese Form findet man in vielen romanischen Kirchen, im Schnittpunkt ihres Längs- und Querschiffs, bei alten Grenzsteinen oder in den Formen alter Meilensteine, wie man sie noch heute entlang der Straßen um Berlin herum findet.
Ein Viertelstab, ein einfaches Profil, läuft um jeden Rundbogen herum.
Die Kreismittelpunkte der Rundbögen sind als Durchbrüche gearbeitet. Sie sind vergoldet, reflektieren das von jeder Seite her einfallende Licht und geben einen Durchblick auf das, was jenseits aller irdischen Ordnung noch kommen mag…

Idee und Ausführung: denkwerk, Michael Spengler in Zusammenarbeit mit den Angehörigen; Aufgestellt im Oktober 2006 auf dem Friedhof in Berlin/ Steglitz

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